Folgen chronischer Belastungen durch Schwermetalle

Die meisten Schwermetalle haben eine giftige Wirkung.

Einige Metalle sind zusammen mit anderen Spurenelementen, in kleinsten Mengen für den Körper lebensnotwendig: Die sogenannten essentiellen Spurenelemente Kupfer, Molybdän, Eisen, Iod, Mangan, Selen, Chrom, Vanadium und Zink.

Der Mensch ist für die Zufuhr dieser essentiellen Mikronährstoffe vom ausreichenden Mikro-Nährstoffgehalt seiner Lebensmittel abhängig. Nur bei ausreichender Zufuhr kann er der ansteigenden Schadstoffbelastung seiner Umgebung entgegenwirken (Abb. 1).

Die Heidelberger Studie der Hundertjährigen und die German Study belegen, dass vor 100 Jahren, selbst noch vor 50 Jahren deutlich weniger Pestizide, Schwermetalle oder andere Chemikalien im Boden und Luft waren als heute. Seit 50 Jahren ist diese Belastung explodiert. Auch ist der der Elektrosmog durch den Gebrauch von Computern und Mobiltelefonen extrem stark angestiegen. Gleichzeitig durch jahrzehntelange intensive Landwirtschaft, die Nutzung künstlicher Düngemittel und industrielle Nahrungsmittelverarbeitung und Lagerung hat der Mikronährstoffgehalt in den letzten 50 Jahren abgenommen.

Die meisten Schwermetalle haben eine giftige Wirkung.
Abbildung 2 Schematische Darstellung der menschlichen Leber mit Gallenblase (gelb) Hohlvene (blau) und Arterie (rot).(A2)

Nicht verändert haben sich jedoch die Entgiftungsmöglichkeiten des Körpers beispielsweise der Leber oder Niere (Abb. 2). Die Entgiftungsfunktion der Leber hängt von speziellen Aminosäuren, Eiweißen und Vitamine ab. Diese können durch Nahrungsmittel substituiert werden. Andernfalls sammeln sich in zunehmenden Maße Giftstoffe in der Leber an und die Wahrscheinlichkeit für ein vermehrtes Tumorwachstum steigt.(1)(2)

Im Gegensatz zu den Spurenelementen, haben andere Metalle, wie Aluminium, Arsen, Cadmium, Blei, Quecksilber im menschlichen und tierischen Stoffwechsel keine lebensnotwendigen Funktionen, werden aber vom Körper aufgenommen, wenn ein Mangel an essentiellen Mikronährstoffen vorliegt - und dies umso mehr, je weniger die essentiellen Mikronährstoffe in der Nahrung vorhanden sind.

Bei einer fortwährenden Aufnahme der giftigen Stoffe und gleichzeitigem Mangel an Entgiftungs- und Ausscheidungsmöglichkeiten des Körpers, werden diese schädlichen Metalle in Organen gespeichert, angereichert und verursachen dort und im gesamten Körper Fehlregulationen mit gesundheitsschädlichen Effekten.

Schadstoffkreislauf
Abbildung 1 Schadstoffkreislauf und sein Einfluss auf den Menschen als Endverbraucher.(A1)

Vorkommen und Herkunft

So verdrängen Schwermetalle Mineralstoffe und Spurenelemente an Enzymen
Abbildung 2 So verdrängen Schwermetalle Mineralstoffe und Spurenelemente an Enzymen(A2)

Arsen

Zigarettenrauch, Trinkwasser (nur bestimmte Quellen), Meeresfrüchte, Pflanzenschutzmittel (Rückstände in Obst und Gemüse), Industrieemissionen, Autoabgase, Metallverarbeitung, Glasherstellung, Schmelzöfen, Kohleverbrennung, Holzbehandlung

Blei

Pflanzliche Lebensmittel, welche in der Nähe von Städten, Verkehrsadern und Industrieanlagen angebaut werden, Milch und Milchprodukte, Kerzen, Bleirohre, Konservendosen (eher selten), Farben für den Außenbereich, Industrieabgase, unsorgfältig glasiertes oder bemaltes Geschirr aus Ton oder Glas, Autobatterien, Schrott,Zigarettenrauch, Haarfärbemittel

Cadmium

Zigarettenrauch, bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Instant-Kaffee, Konservendosen, etc.), Schutzbeläge (z.B. auf Metalleimern, Eisfächern im Kühlschrank, etc.), Insektizide, Sanitäranlagen, Farben, Modeschmuck

Quecksilber

Große Fische (Thunfisch, Haifisch, Schwertfisch), Austern und Muscheln aus belasteten Gewässern; Pestizide und Fungizide (Getreide, Wiesen, Bäume); Impfungen; Industrieabfall (Chlorherstellung, Müllverbrennungsablagen, etc.); Gebrauchsgegenstände (Batterien, Desinfektionsmittel, etc.); Zahnfüllungen aus Amalgam

Unsere Empfehlung und Produkte zur Ausleitung der Schwermetalle

Zur optimalen und erfolgreichen Ausleitung der Schwermetalle eignet sich eine Kombinationstherapie der folgenden Wirkstoffe.

Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel für eine Detoxification (Entgiftung)

  • Bentonit / Zeolith (Silizium)
  • Spirulina / Chlorella
  • Vitamin C / N-Actey-L-Cystein/ Glutathion
  • Selen / Zink

Ergänzend und verstärkend für eine Entgiftung können folgende Nahrungsergänzungmittel hilfreich sein:

  • Taurin
  • Alpha-Liponsäure/ Astaxanthin
  • Folsäure und Vitamin B12
  • Calcium
  • Vitamin E
  • Eisen

Außerdem können Heilpflanzen anregend, unterstützend und damit ausleitend auf den Stoffwechsel einwirken:

Löwenzahn, Brennnessel, Curcuma-Extrakt, Mariendistel-Extrakt, Knoblauch-Extrakt, Bärlauch
Entscheidend für die gesundheitlichen Auswirkungen sind Dosis und Dauer der Exposition, Wechselwirkungen mit anderen zugeführten Nahrungsergänzungsmitteln.
Während einer Schwangerschaft, während der Stillzeit oder unmittelbar vor einer geplanten Schwangerschaft sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, um das Quecksilber aus den Zellen zu entfernen. Eine Schwangerschaft sollte erst nach einer abgeschlossenen Ausleitung in Erwägung gezogen werden, um das Kind nicht zu belasten.

Um die Leber bei der Entgiftung zu entlasten sollte folgendes eingehalten werden:

  • kein Alkohol
  • keine unnötigen Medikamente
  • kein Zucker in Form von Haushaltszucker und damit gesüßten Produkten
  • möglichst giftfreie Körperpflegeprodukte und biologische Haushaltsreiniger
  • keine Fertig-Lebensmittel (kein Fast Food/keine Softdrinks)
  • erhöhte Wasserzufuhr (2 bis 3 Liter kohlensäurefreies Wasser pro Tag)
  • Verschiedene Teesorten, 1-2 Tassen täglich

1) DR. BURGERSTEIN, LOTHAR, HANDBUCH NÄHRSTOFFE, VORBEUGEN UND HEILEN DURCH AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG: ALLES ÜBER SPURENELEMENTE, VITAMINE UND MINERALSTOFFE, 2012, 12. Auflage
(2) KURZWEIL, R & DR. T GROSSMAN, FANTASTIC VOYAGE – LIVE LONG ENOUGH TO LIVE FOREVER, Rodale-Verlag 2004
(3) RAHMAN M. INTERNATIONAL RESEARCH ON ARSENIC CONTAMINATION AND HEALTH. J Health Popul Nutr 2006; 24 (2): 123-128
(4) SINGH AP ET AL. MECHANISMS PERTAINING TO ARSENIC TOXICITY. Toxicol Int 2011; 18 (2): 87-93
(5) VAHTER ME. INTERACTIONS BETWEEN ARSENIC-INDUCED TOXICITY AND NUTRITION IN EARLY LIFE. J Nutr 2007; 137:2798-2804
(6) VAN HALEM D ET AL. ARSENIC IN DRINKING WATER: A WORLDWIDE WATER QUALITY CONCERN FOR WATER SUPPLY COMPANIES. Drink Water Eng Sci 2009; 2:29-34
(7) ZWOLAK I ET AL. SELENIUM INTERACTIONS AND TOXICITY: A REVIEW. Cell Biol Toxicol 2011; doi: 10.1007/s10565-011-9203-9
(8) NEEDLEMAN H. LOW LEVEL LEAD EXPOSURE: HISTORY AND DISCOVERY. Ann Epidemol 2009; 19(4):235-238
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(10) PAGELS J ET AL. CHEMICAL COMPOSITION AND MASS EMISSION FACTORS OF CANDLE SMOKE PARTICLES. J Aerosol Sci 2009; 40(3):193-208
(11) ROSIN A. THE LONG-TERM CONSEQUENCES OF EXPOSURE TO LEAD. Isr Med Ass J 2009; 11(11):689-694
(12) SANDERS T ET AL. NEUROTOXIC EFFECTS AND BIOMARKERS OF LEAD EXPOSURE: A REVIEW. Rev Environ Health 2009; 24(1):15-45.
(13) SATARUG S ET AL. CADMIUM, ENVIRONMENTAL EXPOSURE, AND HEALTH OUTCOMES. Environ Health Perspect 2010; 118:182-190
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(18) HOUSTON MC. THE ROLE OF MERCURY AND CADMIUM HEAVY METALS IN VASCULAR DISEASE, HYPERTENSION, CORONARY HEART DISEASE, AND MYOCARDIAL INFARCTION. Alt Ther Health Med 2007; S.128-S.133
(19) KHAN MA ET AL. MERCURY-SELENIUM COMPOUNDS AND THEIR TOXICOLOGICAL SIGNIFICANCE: TOWARD A MOLECULAR UNDERSTANDING OF THE MERCURY-SELENIUM ANTAGONISM. Environ Toxicol 2009; 28(8):1567-1577.
(20) MUTTER J ET AL. DOES INORGANIC MERCURY PLAY A ROLE IN ALZHEIMER’S DISEASE? A SYSTEMATIC REVIEW AND AN INTEGRATED MOLECULAR MECHANISM. J Alzheimer’s Dis 2010; 22:357-374
(21) SAKAMOTO M ET AL. A REVIEW OF MERCURY TOXICITY WITH SPECIAL REFERENCE TO METHYLMERCURY, IN: EDS: LIU G ET AL., ENVIRONMENTAL CHEMISTRY AND TOXICOLOGY OF MERCURY, John Wiley & Sons, Hoboken, NJ, USA, 2011, Kapitel 15
(22) SCHOEMAN K ET AL. DEFINING A LOWEST OBSERVABLE ADVERSE EFFECT HAIR CONCENTRATION OF MERCURY FOR NEURODEVELOPMENT EFFECTS OF PRENATAL METHYLMERCURY EXPOSURE THOUGH MATERNAL FISH CONSUMPTION: A SYSTEMATIC REVIEW. Ther Drug Monitor 2009; 31(6):670-682.

(A1) DR. BURGERSTEIN, LOTHAR, HANDBUCH NÄHRSTOFFE, VORBEUGEN UND HEILEN DURCH AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG: ALLES ÜBER SPURENELEMENTE, VITAMINE UND MINERALSTOFFE, 2012, 12. Auflage
(A2) Fotolia
(A3) DR. BURGERSTEIN, LOTHAR, HANDBUCH NÄHRSTOFFE, VORBEUGEN UND HEILEN DURCH AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG: ALLES ÜBER SPURENELEMENTE, VITAMINE UND MINERALSTOFFE, 2012, 12. Auflage
(A4) AV Medien