Die häufigsten krankheitsbedingten Todesursachen in Deutschland

Die häufigsten krankheitsbedingten Todesursachen in Deutschland

Human Skull

2013 kamen mit knapp 40 % die meisten Menschen in Deutschland aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu Tode (siehe Abb. 1 Todesursachen in Diagnosegruppen ICD-10). An zweiter Stelle standen die Krebserkrankungen mit knapp 26 %. Krankheiten des Atmungssystems machten gut 7 % aus, gefolgt von Krankheiten des Verdauungssystems. Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen machten mit 4 % die fünfthöchste Todesursache aus. Verletzungen, Vergiftungen und andere äußerliche Ursachen folgten mit knapp unter 4 %. Bei Vergiftungen handelt es sich um akute Vergiftungen. Chronische Vergiftungen durch Umweltgifte, wie Insektizide, Pestizide, Abgas-Schadstoffe, Schwermetalle und die davon ausgelösten Krankheiten sind dabei nicht berücksichtigt.

An siebter Stelle folgten endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten mit 3,5 %. Krankheiten des Nervensystems lagen mit knapp 3 % an achter Stelle.

Gesundheit - Todesursachen in Deutschland
Abbildung 1 Todesursachen in Diagnosegruppen der ICD-10 im Jahr 2013 in Prozent Grafik nach "Gesundheit - Todesursachen in Deutschland", Statistisches Bundesamt, Fachserie 12, Reihe 4, Wiesbaden 2014

Wenn man die einzelnen Krankheitsbilder betrachtet, die zum Tode führten, erhält man die folgenden Krankheiten, die in Deutschland zu den meisten absoluten Todesfällen bei Männern und Frauen führten (siehe Abb. 2 Häufigste Todesursachen in Deutschland im Jahr 2013, Anzahl der Todesfälle: Männer (hellblau), Frauen (hellorange)). Herzkrankheiten dominieren auch in dieser Auflistung: chronisches Herzleiden, Herzinfarkt und Herzschwäche sind die Spitzenreiter unter den Todesursachen.

Über die Hälfte der Todesursachen ist verschiedenen Krebserkrankungen zuzuschreiben. Vor allem sticht hier der Lungen-und Bronchialkrebs hervor. Allerdings finden sich auch andere chronisch obstruktive Lungenkrankheiten an fünfter Stelle direkt gefolgt von nicht näher bezeichneter Demenz.(1)

Krankheitsbilder Anzahl Todesfälle
Abbildung 2 Häufigste Todesursachen in Deutschland im Jahr 2013, Anzahl der Todesfälle: Männer (blau), Frauen (orange), Grafik verändert nach "Gesundheit - Todesursachen in Deutschland", Statistisches Bundesamt, Fachserie 12, Reihe 4, Wiesbaden 2014

Ausgaben für Medikamente

Geld

Gleichzeitig zeigt sich, dass von 1992 bis 2014 sind die Ausgaben für Arzneimittelkosten um beinahe das Doppelte von 25.785 Mio € auf 47.814 Mio € gestiegen sind.

Im gleichen Zeitraum stiegen in privaten Haushalten in Deutschland und Privatorganisationen die Ausgaben für Medikamente ebenfalls um rund 2.3 Mio € von 5.646 Mio € auf 7.911 Mio €.(2)

Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten

Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten

Die Risikofaktoren für diese Zivilisationskrankheiten sind seit Jahrzehnten bekannt und begünstigen sich teilweise auch gegenseitig: neben Nikotin, Alkohol, Schadstoffe wie Umweltgifte, Pestizide, Schwermetalle einerseits, andererseits eklatantem Mikronährstoff-Mangel in den Grundnahrungsmitteln sowie Bewegungsmangel ist es auch vermehrt die mediale Reizüberflutung. Bestimmte Normen und Ideale, wie beispielsweise das verbreitete Schlankheitsideal, üben einen hohen Druck auf vor allem auf bestimmte Bevölkerungsgruppen aus, die zu einer Fehlernährung führen. Gleichzeitig unterstützt das Überangebot von Nahrung, insbesondere industriegefertigter Nahrung ebenfalls eine Über- und Fehlernährung.(3)(4)

Ein Beispiel dafür sind die Untersuchungen von Professor Dr. Manfred Hoffmann zu artgerecht biologisch gegenüber herkömmlich industriell angebauten Lebensmitteln.

Er kam zu dem Ergebnis, dass Lebensmittel, die stressärmer produziert wurden (mit natürlichem, mikronährstoffreichem Dünger - in der Folge mit höherem Nährwert und mit deutlich weniger Umweltgiften, weniger Pestiziden, weniger Insektiziden belastet), dem Konsumenten mehr Elektronen zum Abfangen freier Radikale im Körper zur Verfügung stellen können.

Freie Radikale dienen im Körper der Bekämpfung von Mikroorganismen und bauen Fremdsubstanzen ab. Sind aber zu viele freie Radikale präsent, so kommt es zu einer elektrochemischen Kettenreaktion, in der die freien Radikale anderen Verbindungen die Elektronen entwenden und dadurch diese Verbindungen wiederum in Radikale verwandeln.(5)


(1) STATISTISCHES BUNDESAMT, "GESUNDHEIT - TODESURSACHEN IN DEUTSCHLAND", Fachserie 12, Reihe 4, Wiesbaden, 2014
(2) STATISTISCHES BUNDESAMT, "GESUNDHEIT – AUSGABEN", Fachserie 12, Reihe 7.1.2, nach Kapitel 2 Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträgern und Leistungsarten, Wiesbaden, 2015
(3) KURZWEIL, R & DR. T GROSSMAN, FANTASTIC VOYAGE – LIVE LONG ENOUGH TO LIVE FOREVER, Rodale-Verlag 2004
(4) ROELCKE, V, KRANKHEIT UND KULTURKRITIK, Frankfurt am Main u. a., 1999, 40ff.
(5) HOFFMANN, M, GUTE LEBENSMITTEL SPENDEN MEHR ELEKTRONEN – ERNÄHRUNG AUS ELEKTROCHEMISCHER SICHT, Regionales Ernährungnetzwerk Ingolstadt e.V., 2004

(A1) Foto zu den häufigsten Todesursachen: EUGENE W Nr.1563558, Free Images
(A2) Grafik: ENKI-INSTITUT, Daten: STATISTISCHES BUNDESAMT, "GESUNDHEIT - TODESURSACHEN IN DEUTSCHLAND", Fachserie 12, Reihe 4, Wiesbaden, 2014
(A3) Grafik: ENKI-INSTITUT, Daten: STATISTISCHES BUNDESAMT, "GESUNDHEIT - TODESURSACHEN IN DEUTSCHLAND", Fachserie 12, Reihe 4, Wiesbaden, 2014
(A4) Foto zu Ausgaben für Medikamente: ENZO FORCINITI Nr.1425478, Free Images
(A5) Fotos zu Zivilisationskrankheiten: oben links: CARLOS PAES Nr.1464838, Free Images; oben rechts: ARMIN HANISCH Nr. 1178148, Free Images; unten: STEVEN J SULLIVAN, Nr.1327883, Free Images