Berberine Blutzuckerregulation auf natürlichem Weg

Den Zucker, den wir über die Nahrung aufnehmen dient als wichtigster Energielieferant für unseren Körper und zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen. Bevor der Zucker im Endeffekt zu ATP (Adenosintriphosphat), verstoffwechselt wird, müssen viele Prozesse reibungslos ablaufen.

Vom Blut aus wird der in Glukose umgewandelte Zucker mit Hilfe von Insulin (Hormon) in die Körperzellen transportiert. Alternativ wird Glukose in der Leber und der Muskulatur als Glykogen gespeichert. Das Glykogen kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu Glukose umgewandelt und ins Blut abgegeben werden. Ist dieser Prozess gestört, steigt der Blutzuckerspiegel und man spricht von dem sogenannten Diabetes mellitus („honigsüßer Durchfluss“; Diabetes griech. „hindurchfließen“ mellitus lat. „honigsüß“).

Es werden die Typen 1 und 2 unterschieden:

Diabetes mellitus Typ 1 definiert sich durch das vollständige Absterben der Beta-Zellen (Insulin-Produktion) in den Langerhans´schen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse (absoluter Insulinmangel). Im Gegensatz dazu sind die insulinproduzierenden Zellen bei Diabetes mellitus Typ 2 noch funktionstüchtig, jedoch liegt hier eine Insulinresistenz oder eine Überreizung der Insulinrezeptoren vor. Das Insulin wird zwar noch produziert, kann aber nicht mehr ausreichend verwertet werden (relativer Insulinmangel) (11).

Ursachen für Diabetes mellitus Typ 1 (10):

  • Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen (Beta-Zellen)
  • Autoimmunerkrankung
  • Beschädigungen der Bauchspeicheldrüse durch Operationen
  • Erbliche Ursachen

 

Ursachen für Diabetes mellitus Typ 2 (10):

  • Insulinresistenz
  • „Erschöpfung“ der insulinproduzierenden Zellen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Übermäßiger Verzehr von Zucker
  • Erbliche Ursachen

 

In beiden Fällen ist die Senkung des Blutzuckerspiegels unbedingt notwendig. Nur so können eine ausreichende Energieversorgung gewährleistet, der Fall ins diabetische Koma vermieden und Begleiterkrankungen wie dem diabetischen Fußsyndrom, Netzhauterkrankungen, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte (9) vorgebeugt werden.

 

Bisher wird in der klassischen Medizin hauptsächlich Metformin als Antidiabetikum eingesetzt. Durch seine ähnlich effektiven Eigenschaften wird Berberine jedoch zunehmend eingesetzt, auch aufgrund fehlender Nebenwirkungen. Vor allen in den Anfangsstadien von Diabetes Typ II und anderen Stoffwechselerkrankungen, die durch eine fehlerhafte Glukosemetabolisierung ausgelöst werden.

Sauerdorn (Berberis vulgaris), auch gewöhnliche Berberitze genannt, enthält in ihrer Wurzel ein äußerst wirksames pflanzliches Alkaloid: das Berberin.

Es erhöht die Insulinsensibilität, wodurch auch intrazelluläre Glukose (Zucker) besser verstoffwechselt wird. Der Blutzuckerspiegel wird gesenkt und eine Insulinresistenz vermieden (1,3,4). 

Der Wirkungsmechanismus des Berberins beruht auf der Regulation der AMPK (AMP-activated protein kinase). Diese Protein-Kinase ist ein fundamentales Enzym, das an der Normalisierung des Energiestoffwechsels und der Regulation der Nahrungsaufnahme sowie der Sensibilität der Gewebe (u.a. für Insulin) beteiligt ist. Es spielt folglich eine Schlüsselrolle bei bestimmten metabolischen Pathologien wie der Diabetes und dessen Komplikationen sowie der Fettleibigkeit.

Berberine wirkt in verschiedenen Bereichen:

  •  Blutzuckerregulation (2)
  • Herz-Kreislauf-System (1)
  • wirkt entzündungshemmend (1)
  • Blutfettstoffwechsel/Cholesterin (5)
  • antikanzerogen (6,7,8)

Anwendung

Nehmen Sie 2 Tabletten (oder wie von Ihrem Therapeuten empfohlen) täglich mit einem großen Glas Wasser ein.

Für einen spürbaren Behandlungserfolg, sollte Berberine für mindestsens 3 Monate eingenommen werden.

Nebenwirkungen und Hinweise

Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Außerhalb der Reichweite von Kindern lagern.

Literatur

(1). Kuo CL, Chi CW, Liu TY (January 2004). "The anti-inflammatory potential of berberine in vitro and in vivo". Cancer Lett 203 (2): 127–137. doi:10.1016/j.canlet.2003.09.002. PMID 14732220.

(2). Yin J, Xing H, Ye J (May 2008). "Efficacy of berberine in patients with type 2 diabetes mellitus". Metabolism: Clinical and Experimental 57 (5): 712–7. doi:10.1016/j.metabol.2008.01.013. PMC 2410097. PMID 18442638.

(3). Kong WJ, Zhang H, Song DQ et al. (January 2009). "Berberine reduces insulin resistance through protein kinase C-dependent up-regulation of insulin receptor expression". Metabolism 58 (1): 109–19. doi:10.1016/j.metabol.2008.08.013. PMID 19059538.

(4). Lou T, Zhang Z, Xi Z, et al. "Berberine Inhibits Inflammatory Response and Ameliorates Insulin Resistance in Hepatocytes." Inflammation. 2010 Nov 26.Abstract

(5). Zhou JY, Zhou SW, Zhang KB et al. (June 2008). "Chronic effects of berberine on blood, liver glucolipid metabolism and liver PPARs expression in diabetic hyperlipidemic rats". Biological & Pharmaceutical Bulletin 31 (6): 1169–76. doi:10.1248/bpb.31.1169. PMID 18520050.

(6). Kim JB, Yu JH, Ko E et al. (October 2009). "The alkaloid Berberine inhibits the growth of Anoikis-resistant MCF-7 and MDA-MB-231 breast cancer cell lines by inducing cell cycle arrest". Phytomedicine 17 (6): 436–40. doi:10.1016/j.phymed.2009.08.012. PMID 19800775.

(7). Pinto-Garcia L, Efferth T, Torres A, Hoheisel JD, Youns M (May 2010). "Berberine Inhibits Cell Growth and Mediates Caspase-Independent Cell Death in Human Pancreatic Cancer Cells". Planta Medica 76 (11): 1155–61. doi:10.1055/s-0030-1249931. PMID 20455200.

(8). Auyeung KK, Ko JK (October 2009). "Coptis chinensis inhibits hepatocellular carcinoma cell growth through nonsteroidal anti-inflammatory drug-activated gene activation". International journal of molecular medicine 24 (4): 571–7. PMID 19724899.

(9)https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/begleiterkrankungen_bei_diabetes/ueberblick_begleiterkrankungen_bei_diabetes

(10)https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html

(11) https://www.dzd-ev.de/diabetes/therapie-typ-2-diabetes/index.html

 

Weitere Quellen

http://www.supersmart.com/de--Phytonahrstoffe--Berberine-500-mg--0633